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Steuererstattungsrechner

So viel Geld bekommen Sie vom Finanzamt zurück

2026

Steuererstattung berechnen

I Ledig, verwitwet
II Alleinerziehend
III Verheiratet (Allein-/Mehrverdiener)
IV Verheiratet (beide verdienen)
V Verheiratet (Zweitverdiener)
VI Zweit-/Nebenjob

Kranken-, Pflege-, Haftpflicht-, Unfallversicherung etc.

So funktioniert der Steuererstattungsrechner

Unser Rechner vergleicht die bereits gezahlte Lohnsteuer mit der tatsächlich geschuldeten Einkommensteuer. Die Differenz ergibt Ihre voraussichtliche Erstattung oder Nachzahlung. Der Arbeitgeber behält jeden Monat Lohnsteuer ein, die oft höher ist als die am Jahresende tatsächlich geschuldete Einkommensteuer — insbesondere, wenn Sie Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen.

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Bruttolohn & Steuerklasse eingeben: Diese Angaben bestimmen Ihr zu versteuerndes Einkommen und die maßgebliche Berechnungsmethode.
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Gezahlte Lohnsteuer eintragen: Der Betrag von Ihrer Lohnsteuerbescheinigung dient als Vergleichswert.
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Abzüge erfassen: Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen und erhöhen damit die Erstattung.
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Ergebnis ablesen: Sie erfahren sofort, ob Sie mit einer Erstattung rechnen können oder eine Nachzahlung droht.

Werbungskosten im Detail

Werbungskosten sind alle Aufwendungen, die durch Ihre berufliche Tätigkeit entstehen. Das Finanzamt zieht automatisch eine Werbungskostenpauschale von 1.230 EUR ab. Nur wenn Ihre tatsächlichen Kosten darüber liegen, lohnt es sich, diese einzeln nachzuweisen.

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Pendlerpauschale: 0,30 EUR pro Entfernungskilometer für die ersten 20 km, danach 0,38 EUR/km. Gilt für den einfachen Arbeitsweg, egal ob Auto, Bahn oder Fahrrad.
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Homeoffice-Pauschale: 6 EUR pro Tag, maximal 210 Tage im Jahr (bis zu 1.260 EUR). Kann auch neben der Pendlerpauschale geltend gemacht werden — allerdings nicht für denselben Tag.
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Arbeitsmittel: Computer, Büromöbel, Fachliteratur, Berufskleidung und Werkzeug können als Werbungskosten angesetzt werden. Gegenstände über 800 EUR netto müssen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

Sonderausgaben & außergewöhnliche Belastungen

Neben Werbungskosten können Sie weitere Ausgaben steuermindernd geltend machen:

Sonderausgaben umfassen Versicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Haftpflichtversicherung), Spenden, Kirchensteuer, Kinderbetreuungskosten und Ausbildungskosten. Das Finanzamt berücksichtigt automatisch eine Sonderausgabenpauschale von 36 EUR (72 EUR bei Zusammenveranlagung).

Außergewöhnliche Belastungen betreffen unvermeidbare private Aufwendungen wie Krankheitskosten, Pflegekosten oder Beerdigungskosten. Hier wird eine zumutbare Belastung (1–7 % des Gesamtbetrags der Einkünfte) abgezogen, bevor sich ein Steuervorteil ergibt.

Praxisbeispiel

Angestellte, Steuerklasse I, 45.000 EUR brutto

Gezahlte Lohnsteuer: 7.200 EUR

Pendlerpauschale (30 km, 220 Tage): 2.180 EUR

Homeoffice (50 Tage): 300 EUR

Arbeitsmittel: 400 EUR

Werbungskosten gesamt: 2.880 EUR (statt Pauschale 1.230 EUR)

Zusätzlich absetzbar: 1.650 EUR

Voraussichtliche Erstattung: ca. 550 EUR

Häufige Fragen zur Steuererstattung

Wann lohnt sich eine Steuererklärung?
Eine Steuererklärung lohnt sich fast immer: Die durchschnittliche Erstattung liegt bei rund 1.063 EUR. Besonders lohnend ist sie, wenn Sie Werbungskosten über der Pauschale von 1.230 EUR haben, hohe Sonderausgaben zahlen, unterjährig die Steuerklasse gewechselt haben oder Lohnersatzleistungen (Kurzarbeitergeld, Elterngeld etc.) bezogen haben.
Wie lange dauert die Steuererstattung?
Nach Eingang Ihrer Steuererklärung beim Finanzamt dauert die Bearbeitung in der Regel 4 bis 12 Wochen. Elektronisch eingereichte Erklärungen (z.B. via ELSTER) werden oft schneller bearbeitet. Die Erstattung wird auf das im Bescheid genannte Konto überwiesen.
Kann ich die Steuererklärung rückwirkend abgeben?
Ja, wenn Sie zur Abgabe nicht verpflichtet sind, können Sie die Steuererklärung bis zu 4 Jahre rückwirkend abgeben (sog. Antragsveranlagung). Für das Steuerjahr 2022 ist die Frist beispielsweise der 31. Dezember 2026. So können Sie sich Erstattungen für vergangene Jahre sichern.
Was ist der Unterschied zwischen Lohnsteuer und Einkommensteuer?
Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer, die Ihr Arbeitgeber monatlich direkt vom Gehalt einbehält. Die Einkommensteuer ist die tatsächlich geschuldete Jahressteuer, die im Rahmen der Steuererklärung ermittelt wird. Die Differenz ergibt die Erstattung oder Nachzahlung.
Muss ich eine Nachzahlung leisten, wenn ich eine Steuererklärung abgebe?
Eine Nachzahlung kann eintreten, wenn Sie mehrere Einkünfte hatten (z.B. zwei Arbeitgeber), Lohnersatzleistungen bezogen haben oder die Steuerklassenkombination ungünstig war. Bei der freiwilligen Abgabe (Antragsveranlagung) können Sie die Erklärung jedoch jederzeit zurückziehen, wenn sich eine Nachzahlung ergibt — das Finanzamt darf Sie nicht schlechterstellen.

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